Geschichte des Schlosstheaters

- Das Theater im Jahr 1989

- Das Theater heute
Kronprinz Friedrich, der Schloß Rheinsberg zwischen 1736 und 1740 bewohnte, hatte als Nebengebäude zum Schloss ein Domestikenhaus geplant. Sein Bruder Heinrich, der die Anlage 1744 übernahm, änderte die Bestimmung. Die Zimmer wurden "für Damen und Cavaliere zurechte gemacht". Im seeseitigem Flügel dieses Kavalierhauses entstand 1774 ein Theater, in dem von März bis November Schauspieler, Sänger und Hofmusiker zweimal wöchentlich spielten.
Nach dem Tode Prinz Heinrichs im Jahre 1802 wurde das Haus nicht mehr bespielt. Über die Jahrzehnte wechselten die Besitzer des Schlosses innerhalb des preußischen Hochadels; es fand sich keiner darunter, der die musikalische Tradition der Brüder fortgesetzt hätte. In den letzten Tagen des 2. Weltkrieges wurde das Areal geplündert; das Theater ging in Flammen auf. Anschließend dienten Schloss und Kavalierhaus zuerst als Kinder- und Lehrlingsheim, dann ab 1953 als Diabetiker-Sanatorium.
1991 zog die Musikakademie in die alten Räume ein. Geleitet von Dr. Ulrike Liedtke ist die Musikakademie auch Betreiberin des Schlosstheaters Rheinsberg, das mit Unterstützung der Europäischen Gemeinschaft, des Bundes, des Landes Brandenburg, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten sowie der Stadt Rheinsberg in der historischer Fassade mit einem modernen Zuschauerraum für 300 Besucher wieder erstanden ist.


